Von Kathmandu nach Ulan Bator (Mitte Juli bis Anfang September) (4)  Verfasst: Freitag, den 11. September 2009 14:00

Shanghai... Also ich hab mich tierisch gefreut, die drei Magdeburger wiederzusehen - Thomsen war seit Otkober beschaeftigt, in Peking die Wirtschaftskrise zu bekaempfen, Katrin und Rene mit ihm seit Anfang August im Lande unterwegs.. Die drei Perlen haben mir dann die Stadt naehergebracht; auf einem der hoechsten Skyscraper Chinas wurde ich dann noch - wie es sich gehoert - nachtraeglich zum Dreissigsten mit Putzen und chinesischem Ekelzeugs essen gedemuetigt. Und fantastisch beschenkt! {#}

Shanghai ist ne Art Vorzeigestadt der Volksrepublik. Alles neu, schick, glaenzend, gross - und relativ teuer. Teilweise hoeherer Zivilisationsstandard als bei uns! War echt nen interessantes Erlebnis fuer anderthalb Tage, allerdings war ich auch nicht boese, als wir am 17. August abends im Zug nach Peking sassen. Und dieser Zug war echt ne absolute Luxusgeschichte! Mit Klimaanlage und Fernsehern in den Abteilen, die Boeden wie geleckt - und ohne Raucherbereich... da lob ich mir doch lieber die tuerkischen, iranischen oder indischen Bahnfahrten! Sind noch dazu viel billiger...  {#}

Naja, aber in Peking haben wir dann ne knappe Woche gemeinsam verbracht, bis Katrin und Rene am 23. zurueck nach Deutschland fliegen mussten.. War echt ne tolle Zeit mit den Dreien - in nem feinen Hostel gewohnt, teils ueberwaeltigende Sights gesehen (die Mauer ist echt der Burner!) und nen absolut gestoerten landestypischen Kalaoke-Abend gehabt.. Slideshow kommt noch... {#}

Peking lohnt sich wirklich; hier findet man neben den modernen Prestigeobjekten noch genuegend traditionelle Kultur sowie auch amuesante Ausgehmoeglichkeiten. Als die beiden Schaetzelein abgeflogen sind, waere ich trotzdem am liebsten mit. Sehnsucht halt... Thomsen und ich haben uns noch zwei feine Tage zu zweit gemacht - ausserdem habe ich mich ums mongolische Visum gekuemmert. Am 25. August musste er leider auch zurueck, was er sich nach zehn Monaten aber mehr als verdient hatte. Ist doch alles ein wenig anders als bei uns.. aber dazu spaeter gern mehr, wenn ihr moegt. Naja, darauf nehm ich nun auch keine Ruecksicht mehr, also besser: ob ihr moegt oder nicht. {#}

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Mein taegliches Kopfkino  Verfasst: Freitag, den 11. September 2009 12:09

Ma timilai maya garchu...

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Murmeltiertage@RussianEmbassyUB  Verfasst: Donnerstag, den 10. September 2009 17:40

Eigentlich war ich ja in Shanghai stehengeblieben; zuvor allerdings muss ich 'kurz' etwas einschieben. Einerseits natuerlich einen Kommentar zur Sprachwahl der letzten Eintraege - man sollte sowas wirklich nicht nach dem Besuch einer mongolischen Kneipe hinklieren... Egal, der Ruf ist eh schon seit laengerem ruiniert, ich spar mir ne Entschuldigung und komme direkt zum Andererseits: der letzten Woche in Ulan Bator, sprich Visum besorgen. Dazu muss ich mich im Folgenden einfach auslassen - und da ich sprachlich eh schon unter aller Sau bin, fallen chronologische Maengel nun wirklich nicht mehr ins Gewicht. E... voila! {#}


Protokoll einer Nahezu-Agonie:


Ende August bis Anfang September 2009.

Durch Anna, einer nette Russin aus Irkutsk, welche ich in Peking kennengelernt habe, komme ich an eine Einladung fuer zehn Tage nach Russland - unabdingbar fuer ein Tourivisum, aber zu kurz fuer mich.


Samstag, 5. September 2009.

Nachmittags.

Ich optimiere meine Kenntnisse der kyrillischen Buchstaben drastisch und faelsche erfolgreich die Einladung auf den Zeitraum vom 12.09. bis 03.10.


Sonntag, 6. September 2009.

Gegen Drei.

Ich finde heraus, wo die russische Botschaft hier in Ulan Bator ist. Zwei Fussminuten von meinem Backpacker entfernt. Fein. Dann kann es ja morgen losgehen.


Montag, 7. September 2009.

Halb Zwoelf.

Ich bin in der Botschaft, besorge mir einen Antrag und erfahre, dass Auslaender taeglich zwischen 14 und 15 Uhr behandelt werden. Optimal! Da habe ich ja genug Zeit, den Schreibkrams zu erledigen!

Zehn vor Zwei.

Alles ausgefuellt, Foto drauf, gefakte Einladung ausgedruckt. Ich warte mit so zehn Leutchen vor der Botschaft. Um zwei bin ich schnell und stehe als Dritter vor dem Antragsraum. Toll! Alles ist gut!

Fuenf nach Zwei.

Der nette Ami vor mir erzaehlt mir, dass er zum sechsten Mal da ist und instaendig hofft, dass es heute klappt. Ich grinse. Und warte.

Zwanzig vor Drei.

Ich komme endlich rein! Mein einziges Problem ist, dass ich keine Dollar umgetauscht habe. Und die wollen nur Dollar. Und nur welche nach 1997. Aber das wird doch irgendwie gehen...

Kurz vor Drei.

Denkste. Danach wird von der liebenswerten Blondine ueberhaupt nicht gefragt. Sondern nach einer Registrierung. Haeh? Nur mongolische Citizen oder Leute, die laenger als 90 Tage hier registriert sind, koennen angeblich ein Tourivisum bekommen. Ich bedanke mich freundlich und bin fest entschlossen, mich irgendwo zum Schein zu registrieren. Neben mir steht Guillermo aus Argentinien, ein supernetter Typ, der auch abgelehnt wird und ebenfalls mit der Transsib zurueck nach Europa will - und zuvor einen Krankenwagen aus Spanien hergefahren hat. Respekt! Und er hat nen Ticket nach Bratislava fuer zwei.. Moment!

Kurz nach Drei.

Ich laufe zum Hostel, erfahre, wo das Immigration-Office ist - und gehe zurueck zur Botschaft, aus nem Bauchgefuehl heraus. Mir kommen Guillermo sowie Kostas aus Bulgarien entgegen, der von dort mit Motorrad hier ist und versucht, weiter nach Wladiwostok zu fahren. Und ich erfahre: Ich duerfte mit Guillermos Ticket mitfahren! Und er will nicht mal Kohle von mir!!!

Gegen Sechs.

Wir finden uns super. Ich werfe alle Plaene ueber den Haufen. Bratislava! Fuer quasi lau! Und ein Transitvisum ist viel leichter! Man braucht "nur" alle Tickets innerhalb Russlands. Nicht mal ne Einladung.. Und so gehen wir gemeinsam zum Bahnhof, um fuer Guilli und mich Tickets nach Ulan-Ude am Baikalsee zu besorgen - sein Doppelticket gilt ab dort. Mit Hilfe von Kostas' Russischkenntnissen bekommen wir nach Stunden das Gewuenschte. Fuer naechsten Montag. Yep! Ein Englaender erzaehlt uns die Geschichte von zwei Jungs, die drei Wochen lang (!) jeden Tag die Prozedur mitgemacht haben - und denen letztendlich aufgrund der Hartnaeckigkeit und mit Sicherheit auch aufgrund Entnervung ein Tourivisum gegeben wurde. Okay...


Dienstag, 8. September 2009.

Um Zwei.

Wir stehen zu dritt in der Schlange. Vorne. Hinter uns zehn Andere. Nur ein paar buddhistische Moenche vor uns. Topp!

Halb Drei.

Nichts tut sich. Die Moenche sind seit einer halben Stunde drin.

Fuenf vor Drei.

Wir duerfen rein! Die Moenche sind immer noch nicht fertig. Aber es geht ja schnell bei uns!

Drei.

Kostas wird mit Zuckerlaecheln abgelehnt. Guilli und ich erfahren, dass jetzt geschlossen wird und wir nicht mehr drankommen. Arbeitsbilanz der Botschaft in dieser Stunde: Eine Gruppe von Moenchen und Kostas. Alle abgelehnt. Alle sollen morgen wiederkommen. Wir fordern vom netten Pfoertner die Einfuehrung einer Liste. Aus Gerechtigkeit. Wird gemacht - und wir landen auf Platz 3 und 4. Draussen wartet Alexej, ein russischer Kumpel von Kosta, der von Madrid mit Fahrrad hergekommen ist. Leiden ist relativ.


Mittwoch, 9.September 2009.

Um Zwei.

Guillermo, ich und fuenfzehn andere sind da. Die Blondine nicht.

Viertel nach Zwei.

Ein unfassbar spiessiger Buerokrat erscheint. Die Beiden vor uns werden abgehandelt.

Zwanzig vor Drei.

Wir kommen dran! Und werden ausgequetscht. Warum steht unser Name nicht auf dem Bratislava-Ticket? Warum schaffen wir den Transit nicht in sechs Tagen? Und warum erdreisten wir uns ueberhaupt, dieses Land zu besuchen? Naja, letzteres klingt so zwischen den Zeilen durch... Wir verhandeln um jeden einzelnen Tag und werfen unseren gesamten Charme, unsere gebuendelte Eloquenz in das Gespraech. Und duerfen vom 14. bis zum 22. in Russland verweilen. Warum wir gestern denn nicht beantragt haetten? Ahja - nun kostet das Ganze im Eilverfahren bis morgen 100 Dollar. Haetten wir gestern beantragt, waere es Montag Mittag fertig gewesen. Fuer 50 Dollar. Wir gucken uns an, verfluchen innerlich sowohl die Moenche als auch den gesamten russischen Staat, zahlen - und freuen uns dennoch tierisch. AKZEPTIERT!!! Wir bekommen das Visum!!!

Drei.

Draussen warten zehn andere, die wieder nicht drankommen. Obwohl Kosta auf Listenplatz 6 war, wird er nicht mehr abgefertigt. Punkt Drei ist schliesslich Schluss.. Wir warten mit Bier, Kippe und Alexej in freudiger Erwartung auf hin, helfen Ana, einer jungen verzweifelten Franzoesin, und sehen unsere Blondine aus den letzten Tagen vor der Botschaft heiraten. Sie laechelt uns zu. Auch schoen!


Donnerstag, 10. September 2009.

Zwoelf Uhr Zwanzig.

Abholzeit. Auf einmal geht alles ganz schnell. Trotz zehn Leuten vor uns bekommen wir unsere Passports nach nur zwanzig Minuten Warten. Umarmen uns. Koennten die ganze Welt umarmen! Ana freut sich mit uns, obwohl sie noch immer total verweifelt ist - ihr Flieger ab Irkutsk geht am Sonntag.

Zwanzig vor Drei.

Kosta hat es auch geschafft! Nachdem er aufgrund von gestern auf Listenplatz 1 gesetzt worden ist und diverse angebliche Hotelbuchungen nachweisen konnte (die er danach natuerlich wieder cancelt..), darf er sein Visum in ner Woche in Empfang nehmen. Alles ist gut, sogar bei Ana klappt es durch mongolische Hilfe noch bis morgen...

Sieben.

Ein Englaender, der mit uns in diesen Tagen Leidensgenosse war, erzaehlt mir, dass er ein Tourivisum fuer dreissig Tage bekommen hat. Einfach so.

 

Ich freue mich dennoch riesig: Durch dies alles habe ich unglaublich tolle Jungs kennengelernt, nen Ticket nach Europa fuer wohl lau bekommen und bin wohl viel schneller daheim. So wie ich es moechte... Am Wochenende geht's wahrscheinlich noch mit Guillis Krankenwagen in nen Nationalpark zum Zelten - Montag Abend dann Richtung Russland.. Spassiba! {#}








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Wandertag mit Class 4 im Juni...  Verfasst: Sonntag, den 06. September 2009 18:39

{#} ..in und um Kathmandu..

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Von Kathmandu nach Ulan Bator (Mitte Juli bis Anfang September) (3)  Verfasst: Sonntag, den 06. September 2009 15:37

Achja - beim letzten Eintrag habe ich glatt das Wichtigste vergessen (ey, ich muss echt zeitnaher schreiben..!) - ich hab vom Flugzeug den Mount Everest gesehen!!!! Unglaublich erhabenes Gefuehl - trotz der erblickten Sieben- und Achttausender zuvor.. ist halt der mythosumwobene Groesste, der uangefochtene King - quasi der Ribery-Robben unter den Bergen... {#}

Naja, das Einchecken in den Zug hatte echt Flugappeal - Gepaeckgewicht, Pass und Co. - man merkte, dass Hongkong nicht wirklich Teil von China ist... ne Stunde hing ich im Aus- und Eincheckbereich herum, bis es endlich Richtung Shanghai losging.

Die Zugfahrt war vor allem aufgrund von Eddie und Sammi aus Hongkong sowie Andy aus Singapur (mittlerweile australisiert) ne witzige Geschichte (siehe oben) - bis spaet in die Nacht hingen wir vier und spaeter noch zwei italo-chinesische Maedels brasilianischer Herkunft (sic) im Speisewagen beschwingt herum - am 16. August sollte ich dann aber mit sehr wenig Schlaf intus gegen mittag endlich in Shanghai sein - da, wo meine drei Elbperlen Katrin, Rene und Thomsen nach ihrer Suedchinatour auf mich warteten... mit Hilfe von Sammi und ihrem deutschen Kumpel hab ich die Jungs dann auch relativ schnell gefunden. Jipppiee!!! {#}




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